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Das Selbstmord-Attentat gilt als Verzweiflungstat - als Mittel der Verzweifelten
in einem Kampf für durchaus legitime politische Zwecke. In Wahrheit
ist es ein Mittel, das den Zweck vollständig in sich trägt:
Vernichtung um ihrer selbst willen. Suicide Attack bedeutet also einen
neuen Begriff des Politischen im alten Sinne Carl Schmitts: Politik als
„Bereitschaft zum Nichts“.
Ist es ein Zufall, daß Selbstmord-Attentate in bestimmten Kreisen
als eine Form der Mitbestimmung in der internationalen Politik verstanden
werden; daß die EU immer neu Verhandlungsbereitschaft mit Organisationen
wie Hamas und Hizbollah signalisiert; oder daß es gerade Jürgen
Habermas war, der Ted Honderichs Apologie des Selbstmord-Attentats dem
Suhrkamp-Verlag empfohlen hat? Die Rechtfertigung jenes Vernichtungswahns
aus der Peripherie des „Großraums“ Europa, der auf Israel
und dessen Schutzmacht zielt, geht erstaunlicherweise mit der Forderung
nach „Verrechtlichung der internationalen Beziehungen“ einher,
wie sie in „Kerneuropa“ im Namen der UNO formuliert wird.
Diesen Zusammenhang zwischen der „Verdrängung des Souveräns“
und der Eskalierung politischer Gewalt, also die internationale Arbeitsteilung
zwischen postnazistischer Demokratie und islamistischer Vernichtung, versucht
das vorliegende Buch offenzulegen.
Veranstaltet von: Antifa 3D, Hannah Arendt Bildungswerk Essen
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